Material und Lebensmittelkontakt
Karton zwischen 170 und 295 g/m², PE-Innenschicht, einwandig oder doppelwandig und PET für die kalte Seite: woraus die Becher bestehen und was sie aushalten.
Bei Einwegbechern entscheiden zwei Fragen über Eignung und Einkauf: Woraus besteht die Wand, und was hält sie aus? Der Katalog von Optima Cup beantwortet das mit Werten statt mit Werbesätzen – Papiergewicht je Artikel, Wandaufbau, Werkstoff und die Anwendung, für die eine Größe gedacht ist; dieselben Werte stehen später im Angebot, Zeile für Zeile. Dazu kommt, welche Papiere zum Lebensmittelkontakt mit dem Angebot kommen, denn danach wird die Sendung am Zoll abgefertigt. Und dort, wo sich aus den Daten nichts ableiten lässt, sagen wir das ebenso deutlich, statt eine Zahl zu schätzen, die Sie im Wareneingang nicht wiederfinden.

Papiergewicht je Format
Das Flächengewicht steht in den technischen Daten und bewegt sich im Sortiment zwischen 170 und 295 g/m² – wir produzieren diese Becher selbst, deshalb steht die Zahl je Artikel und nicht als Spanne über das ganze Programm. Der kleine 4-oz-Becher liegt bei 170-190 g/m², die Formate mit 6 und 7,5 oz bei 190 g/m², der 7-oz-Becher bei 214 g/m². Für 12 oz sind 214 g/m² hinterlegt, für 9 oz ebenfalls 214 g/m². Am kräftigsten fallen 8, 14 und 16 oz mit 295 g/m² aus.
Mehr Gramm bedeuten mehr Steifigkeit, mehr Materialeinsatz und ein höheres Gewicht in der Fracht – im Container zahlen Sie beides mit. Wie viel nötig ist, ergibt sich aus dem Verhältnis von Höhe zu Durchmesser: Ein schlanker Mantel stützt sich selbst, eine weite Schale muss gefüllt getragen werden können, ohne sich zu verziehen. Bemerkenswert ist, dass nicht das größte Format den stärksten Karton bekommt: Der 8-oz-Becher liegt mit 295 g/m² über dem deutlich höheren 12-oz-Becher mit 214 g/m². Wo für einen Artikel noch kein Wert veröffentlicht ist, nennen wir ihn vor der Fertigungsfreigabe schriftlich im Angebot, statt ihn zu schätzen.

Warum innen eine Polyethylenschicht liegt
Roher Karton saugt. Damit ein Heißgetränk die Faser nicht innerhalb weniger Minuten durchweicht, trägt die Innenseite einen dünnen Film aus Polyethylen; derselbe Film verbindet beim Siegeln die Längsnaht und hält sie auch nach Wochen im Container dicht. Aufgebracht ist er ausschließlich dort, wo Flüssigkeit ansteht – außen bleibt es Karton, und genau diese Seite nimmt die Druckfarbe auf, mit der Ihr Zeichen aufgebracht wird. Auf der Innenseite kommen Werkstoffe zum Einsatz, die für den Lebensmittelkontakt vorgesehen sind; den Nachweis dazu legen wir dem Angebot bei.
Ohne diese Sperre gäbe es weder eine dichte Naht noch einen formstabilen Becher; zugleich macht sie das fertige Erzeugnis zu einem Verbund aus zwei Werkstoffen, was für die Entsorgung Folgen hat. Bei der doppelwandigen Ausführung kommt außen eine zweite, unbeschichtete Kartonlage hinzu, deren Luftspalt isolierend wirkt. Auf der kalten Seite übernimmt PET diese Aufgabe allein: durchsichtig und formstabil ohne jede Beschichtung, dafür ausschließlich für gekühlte Inhalte gedacht – bedruckt wird es im Trockenoffset standardmäßig zweifarbig (bis zu vierfarbig möglich), während der Pappbecher einwandig im Flexodruck bis zu sechs Farben trägt und doppelwandig im CMYK-Offset läuft.
Hitze, Mikrowelle, Spülmaschine
Für heiß eingeschenkte Getränke ist die Heißgetränkelinie ausgelegt – Kaffee, Tee und Kakao. Die Wand bleibt formstabil, der eingerollte Rand nimmt den Deckel auf. Wird ohne Manschette über die Theke gereicht, lässt sich die doppelwandige Ausführung merklich entspannter halten – eine Position weniger, die Sie einkaufen und im Lager führen müssen.
Was diese Artikel nicht sind: Kochgeschirr. Mikrowelle, Backofen, Kontaktgrill und Spülmaschine liegen außerhalb des vorgesehenen Einsatzbereichs. Ob eine einzelne Position als mikrowellenfest geführt wird, entscheidet allein ihr Datenblatt; eine pauschale Zusage geben wir nicht, sondern bestätigen die Eignung vor der Bestellung schriftlich. Transparentes PET verliert unter Wärme die Form und bleibt Kaltgetränken, Desserts und Eis vorbehalten, während die Kartonbecher für heiße Getränke ausgelegt sind und die Wand dabei formstabil bleibt.
Lebensmittelkontakt, Entsorgung und was wir nicht behaupten
Zum Einsatz kommen lebensmittelechte Werkstoffe. Die Angaben dazu und die auftragsbezogenen Nachweise gehören zum Angebot und werden Ihnen mit der Kalkulation zugestellt. Beim Thema Entsorgung ist dieselbe Nüchternheit angebracht: Der weit überwiegende Teil des Bechers ist Papierfaser, doch der Kunststofffilm muss im Verwertungsprozess abgelöst werden, und ob das gelingt, hängt am Sammel- und Sortiersystem des Landes, in dem der Becher weggeworfen wird – nicht am Becher selbst. Kennzeichnungs- und Rücknahmepflichten richten sich ebenfalls nach dem Bestimmungsmarkt und ändern sich dort schneller, als eine Produktseite nachziehen kann – nennen Sie uns das Zielland, bevor die Druckdatei freigegeben wird.
Welche Zertifikate Sie vor der Anfrage herunterladen können
Welche Zertifikate dahinterstehen, steht offen auf der Zertifikatsseite: ISO 22000:2018, ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001, ISO 10002, die Lebensmittelbetriebsnummer und die Markenregistrierung – jeweils als PDF mit Geltungsdauer, abrufbar bevor Sie überhaupt anfragen. Damit ist die Frage nach dem Lebensmittelkontakt schon vor der Anfrage beantwortet und nicht erst nach der Bestellung. Welche davon Ihrer Sendung beiliegt, hängt an Charge, Artikel und Bestimmungsmarkt und wird deshalb im Angebot benannt, nicht pauschal auf einer Produktseite. Wenn Sie für eine Ausschreibung oder ein Lastenheft belastbare Materialangaben brauchen, nennen Sie im Angebotsformular Artikel, Stückzahl und Zielmarkt; die passenden Unterlagen kommen dann gemeinsam mit dem Preis.
Material und Lebensmittelkontakt beim Zoll: was der Importeur braucht
Für den Importeur ist diese Seite keine Chemiestunde, sondern eine Papierfrage – und die Antwort darauf liegt dem Angebot bei. Ware mit Lebensmittelkontakt wird gegen Dokumente abgefertigt; eine Sendung ohne sie wartet an der Grenze, während Standgeld läuft und den Preisvorteil eines ganzen Containers in wenigen Tagen aufzehrt. Deshalb gehen die Konformitätserklärung für Lebensmittelkontakt, die Lebensmittelbetriebsnummer TR-34-K-094873 und das ISO-22000-Zertifikat mit der Auftragsakte mit — nicht drei Wochen später auf Nachfrage.
Verlangt Ihr Markt einen bestimmten Wortlaut oder eine zusätzliche Bescheinigung, nennen Sie das bei der Anfrage und nicht nach der Verladung: Die meisten Dokumente lassen sich für die Sendung ausstellen, aber nur bevor sie das Werk verlässt. Die Zertifikate stehen als PDF zum Download bereit. Der Ablauf danach ist immer derselbe: Auf Ihre Anfrage folgt ein schriftliches Angebot, die Lieferbedingung richtet sich nach der Ladungsart – üblich FCA –, nach Freigabe folgt die Proforma-Rechnung, und mit Zahlungseingang geht der Artikel in die Fertigungsplanung. Die Mindestbestellmenge liegt bei den Kartonprodukten bei 3 Paletten, also 60 Kartons; wie viele Becher das sind, hängt vom Kartoninhalt der jeweiligen Größe ab und steht im Angebot. Bei den PET-Bechern ist die Mindestbestellmenge eine komplette Lkw-Ladung. Bei den Kartonartikeln sind als Teilladung jedoch auch 1 oder 2 Paletten möglich, sofern Sie die Ware mit eigenem Fahrzeug oder über Ihren Spediteur ab Werk abholen — je weniger Paletten, desto höher der Stückpreis.
Menge nennen, Angebot bekommen
Schicken Sie die benötigten Größen in einer Nachricht — Sie erhalten ein Angebot, keinen Fragebogen.