Material und Lebensmittelkontakt
Karton zwischen 210 und 310 g/m², PE-Innenschicht, einwandig oder doppelwandig und PET für die kalte Seite: woraus die Becher bestehen und was sie aushalten.
Bei Einwegbechern entscheiden zwei Fragen über Eignung und Einkauf: Woraus besteht die Wand, und was hält sie aus? Der Katalog von Optima Cup beantwortet das mit Werten statt mit Werbesätzen – Papiergewicht je Artikel, Wandaufbau, Werkstoff und die Anwendung, für die eine Größe gedacht ist. Und dort, wo sich aus den Daten nichts ableiten lässt, sagen wir das ebenso deutlich.
Papiergewicht je Format
Das Flächengewicht steht in den technischen Daten und bewegt sich im Sortiment zwischen 210 und 310 g/m². Die kleinen Formate mit 4, 6 und 7,5 oz liegen bei 210 g/m², der 7-oz-Becher und die 7-oz-Popcornbox bei 229 g/m². Für 12 oz und den Suppenbehälter mit 350 ml sind 232 g/m² hinterlegt, für 9 oz 250 g/m². Am kräftigsten fallen 8 und 14 oz sowie der 400-ml-Suppenbehälter mit 310 g/m² aus.
Mehr Gramm bedeuten mehr Steifigkeit, mehr Materialeinsatz und ein höheres Gewicht in der Fracht. Wie viel nötig ist, ergibt sich aus dem Verhältnis von Höhe zu Durchmesser: Ein schlanker Mantel stützt sich selbst, eine weite Schale muss gefüllt getragen werden können, ohne sich zu verziehen. Bemerkenswert ist, dass nicht das größte Format den stärksten Karton bekommt: Der 8-oz-Becher liegt mit 310 g/m² über dem deutlich höheren 12-oz-Becher mit 232 g/m². Wo für einen Artikel noch kein Wert veröffentlicht ist, nennen wir ihn vor der Fertigungsfreigabe schriftlich, statt ihn zu schätzen.
Warum innen eine Polyethylenschicht liegt
Roher Karton saugt. Damit ein Heißgetränk die Faser nicht innerhalb weniger Minuten durchweicht, trägt die Innenseite einen dünnen Film aus Polyethylen; derselbe Film verbindet beim Siegeln die Längsnaht. Aufgebracht ist er ausschließlich dort, wo Flüssigkeit ansteht – außen bleibt es Karton, und genau diese Seite nimmt die Druckfarbe auf, mit der Ihr Zeichen aufgebracht wird.
Ohne diese Sperre gäbe es weder eine dichte Naht noch einen formstabilen Becher; zugleich macht sie das fertige Erzeugnis zu einem Verbund aus zwei Werkstoffen, was für die Entsorgung Folgen hat. Bei der doppelwandigen Ausführung kommt außen eine zweite, unbeschichtete Kartonlage hinzu, deren Luftspalt isolierend wirkt. Auf der kalten Seite übernimmt PET diese Aufgabe allein: durchsichtig und formstabil ohne jede Beschichtung, dafür ausschließlich für gekühlte Inhalte gedacht.
Hitze, Mikrowelle, Spülmaschine
Für heiß eingeschenkte Getränke ist die Heißgetränkelinie ausgelegt – Kaffee, Tee, Kakao, im weiten Behälter auch Suppe. Die Wand bleibt formstabil, der eingerollte Rand nimmt den Deckel auf. Wird ohne Manschette über die Theke gereicht, lässt sich die doppelwandige Ausführung merklich entspannter halten.
Was diese Artikel nicht sind: Kochgeschirr. Mikrowelle, Backofen, Kontaktgrill und Spülmaschine liegen außerhalb des vorgesehenen Einsatzbereichs. Ob eine einzelne Position als mikrowellenfest geführt wird, entscheidet allein ihr Datenblatt; eine pauschale Zusage geben wir nicht. Transparentes PET verliert unter Wärme die Form und bleibt Kaltgetränken, Desserts und Eis vorbehalten, während die Kartoneimer für trockene und fettige Speisen bestimmt sind und nicht für flüssige.
Lebensmittelkontakt, Entsorgung und was wir nicht behaupten
Zum Einsatz kommen lebensmittelechte Werkstoffe. Die Angaben dazu und die auftragsbezogenen Nachweise gehören zum Angebot und werden Ihnen mit der Kalkulation zugestellt; Prüfzeichen oder Zertifikatsnamen führen wir auf dieser Seite bewusst nicht auf, weil solche Unterlagen an Charge, Werk und Auftrag hängen und eine Auflistung im Web darüber nichts aussagt. Beim Thema Entsorgung ist dieselbe Nüchternheit angebracht: Der weit überwiegende Teil des Bechers ist Papierfaser, doch der Kunststofffilm muss im Verwertungsprozess abgelöst werden, und ob das gelingt, hängt am Sammel- und Sortiersystem des Landes, in dem der Becher weggeworfen wird – nicht am Becher selbst. Kennzeichnungs- und Rücknahmepflichten richten sich ebenfalls nach dem Bestimmungsmarkt und ändern sich dort schneller, als eine Produktseite nachziehen kann. Wenn Sie für eine Ausschreibung oder ein Lastenheft belastbare Materialangaben brauchen, nennen Sie im Angebotsformular Artikel, Stückzahl und Zielmarkt; die passenden Unterlagen kommen dann gemeinsam mit dem Preis.